Grüne Ideologie ist das Gegenteil von Evolution.

Ich habe mich jetzt längere Zeit zurückgehalten. Vieles passiert in der Welt und man kann auch mal längere Zeit einfach nur zugucken und staunen. Wer mich kennt, der weiss, dass ich das Wort "staunen" im vorigen Satz nicht im positiven Sinne verwendet habe. Aber nur wer sich auch mal die Zeit nimmt einfach nur genau zu beobachten, anstatt immer nur zu reden, der wird auch Erkenntnis erlangen.

 

In letzter Zeit habe ich mich oft gefragt, ob ich den Grünen nicht zu pauschal entgegentrete und sie immer vorschnell als naiv aburteile. Ich habe auch versucht mich insofern zu hinterfragen, dass ich die Möglichkeit eingeräumt habe, dass ich selbst eventuell doch total falsch liege und die Grünen am Ende doch Recht haben könnten. Ich habe mich wirklich soweit zurückgenommen, dass ich es sogar als Option gesehen habe, dass die Grüne Ideologie etwas voraus sieht das ich aktuell nicht begreifen kann. Mein Ansatz wäre dabei gewesen dies über eine gewisse Stringenz im Denken und Handeln der Grünen zu erklären. Im Prinzip zu sagen, ich verstehe zwar den Plan nicht im Detail, aber ich erkenne deutlich wie durchdacht er ist und alleine daran könne ich erkennen, dass der Plan für mich "zu hoch", aber dafür auch gut sein muss. Leider war auch dieser Versuch ein Fehlschlag. Ich komme nämlich zu einer ganz anderen Erkenntnis. Je mehr Verantwortung die Grünen bekommen, je mehr Krisen sie bewältigen müssen, desto weniger kommen deren propagierte Konzepte und Ideen zum Tragen. Die Antworten auf unsere dringendsten Fragen finde ich eher in der Geschichte der Menschheit.

 

Wir kamen als einfache Organismen aus dem Wasser an Land. Wir haben uns an das Leben ausserhalb des Wasser angepasst. Wir saßen in Höhlen, ganz ohne Sprache, nur mit Urlauten. Ich war zwar nicht dabei, aber ich stelle mir das unbefriedigend vor. Der Mensch hatte angefangen eine Sprache zu entwickeln, seine Daumen zu benutzen, Werkzeuge zu entwickeln. Um es kurz zu machen: es war ein weiter Weg in der Evolution vom Wasser bis ins E-Auto. Wie haben wir das nur geschafft? Ganz klar, wir haben nicht gejammert, sondern gehandelt – und vor allem: uns angepasst. Was dabei offensichtlich nie der Hauptfokus gewesen sein kann, ist der jeweilige Status Quo. Hätten wir diesen zu irgendeiner Zeit als erhaltenswert erachtet, dann hätte es niemals ein Bedürfnis für Veränderung gegeben. Wir wären heute noch Fische, denn man hätte gesagt, "Ist doch schön hier, lasst uns alles dafür tun hier zu bleiben!" Heisst also, in der Evolution spielt der Status Quo nur eine untergeordnete Rolle, maximal noch als Kontroll-Referenz um zu erkennen wie weit die Entwicklung fortgeschritten ist.

 

Aber egal wo ich hinsehe, fehlt es mir an Entwicklung. Sehe ich ins Ahrtal und erkenne das unsagbare Leid was durch die Flutktastrophe über die Bevölkerung kam. Dann nehme ich aber direkt mit noch stärkerer Bestürzung wahr, dass man daraus die falschen Schlüsse gezogen hat. Wie kann es sein, dass wenn ein Mensch am Flußufer gelebt hat, und dort sein Hab und Gut zerstört und weggespült wurde, er genau an dieser Stelle sein Haus im gleichen Stil wieder aufbaut? Wo ist da die Evolution? Das ist so sinnvoll wie über eine rote Ampel zu gehen, vom Auto erfasst zu werden, und nach der Entlassung aus dem Krankhaus gleich nach der nächsten roten Ampel zu suchen um wieder bei Rot drüberzugehen. Warum fragt sich keiner wie es wirklich zu der Katapstrophe kam? Meteorologen schieben mittlerweile jedes noch so kleine Wetterphänomen auf den Klimawandel. Aber Geologen haben mitterweile auch unzählige Male davon gesprochen, dass ganze Dörfer im Ahrtal eine Fehlkonstruktion sind. Nur weil Menschen es "schön" finden in einem Tal am Flußufer zu leben, heisst das noch nicht, dass es auch eine gute Idee ist, dies zu tun. Nur weil diese Dörfer so romantisch und lauschig aussehen, heisst das nicht, dass es besonders klug war, in einem Bergtrichter der sich über mehrere hundert Kilometer zieht – und der aus der Luft betrachtet wie eine Regenrinne aussieht – mit dem Bau von Häusern, Straßen und Marktplätzen alle Oberflächen zu versiegeln. Wo soll abgeregnetes Wasser denn dann hin, na klar runter ins Tal! In diesem Falle war es eben das Ahrtal. Wir haben da über Jahrhunderte einen kapitalen Fehler gemacht. Natürlich, man hatte damals als diese Dörfer entstanden sind keine Luftaufnahmen und noch nicht diese weitreichenden geologischen Kenntnisse. Aber rechtfertigt dies, die gemachten Fehler zu wiederholen oder fortzuführen? Oder sollte man dem Bürger dessen Haus weggespült wurde klarmachen, dass er woanders besser aufgehoben wäre? Man gibt hier aus dem Heimatgefühl heraus lieber dem Status Quo recht, und wartet blind auf die nächste Katatrophe. Schuld ist am Ende eh wieder nur der Klimawandel...

 

Das mag im Grundsatz auch nicht falsch sein. Aber die Probleme bekämpfen wir nicht in dem wir ihnen mit alten Konzepten begegnen. Bleiben wir gerne beim Thema Wasser. Aktuell reden wir von nichts Anderem als von schmelzenden Polkappen, steigendem Meeresspiegel, aber im gleichen Atemzug davon, dass in südlichen Ländern das Wasser knapp wird. In Dürreperioden auch bei uns. Das ist maximal absurd. Der Ansatz dies als Wassermangel zu bezeichnen ist sowohl einfältig als auch falsch. Die Erde kreist im Sonnenssystem und mit ihrer Atmosphäre ist sie ein geschlossenes System. Mal von den paar Tonnen Gelumpe die wir ins All geschossen haben abgesehen, haben wir auf der Erde kein Gewicht verloren. Wir verlieren nicht jährlich Summe-X an Wasser ins All. Wir haben die exakt gleiche Menge an Wasser auf der Erde wie noch von Millionen Jahren. Es verteilt sich nur anders. Wenn man der "Woken Gesellschaft" glauben darf, und Worte wirklich schwer wiegen, dann sage ich, auch hier ist die richtige Wortwahl entscheidend bei der Findung der Lösung! Wasserverteilung und Wassermangel sind zwei völlig verschiedene Dinge und darauf gibt es auch unterschiedliche Antworten. Wir bedienen uns fälschlicherweise der Formulierung des "Wassermangels". Wir haben aber gar keinen Wassermangel. Ein Blick von der ISS beweist, dass wir von Wasser umgeben sind. Die schmelzenden Gletscher und Polkappen sind was? Richtig, Wasser! Und zwar Wasser, dass in rauhen Mengen ins Meer fliesst und den Meerespiegel anhebt so dass Küstenregionen drohen abzusaufen. Erzählt mal bitte den Bewohnern von Venedig oder von holländischen Küstenregionen etwas von Wassermangel. Was zur Hölle ist es denn, was sie mit Milliardenaufwand versuchen von ihrem Landstrichen fernzuhalten? Wasser! Aber auch hier ziehen wir die falschen Schlüsse. Wir bauen Dämme und Schutzanlagen um das Wasser draußen zu halten und um unseren Status Quo zu erhalten, ohne zu erkennen, dass der Status Quo sich trotz aller Anstrengung trotzdem stetig verändert. Wir würden uns endlich von dummen zu klugen Menschen entwickeln, wenn wir anfangen würden die richtigen Gedanken zu denken.

 

Wenn man das Wasser, dass durch die Erderwärmung in unsere Meere drängt nicht aufhalten würde, sondern anfangen würde es nutzbar zu machen um es dann weltweit umzuverteilen wo es sinnvoll eingesetzt werden könnte, vielleicht würde der Meeresspiegel dann gar nicht ansteigen. Wenn wir anstatt Milliarden in Dämme und Schutzanlagen zu stecken, mit diesen Budgets lieber erforschen würden, wie wir Meerwasser in rauhen Mengen schnell entsalzen könnten, dann hätten wir Unmengen von Wasser zur Verfügung um es in Landstriche zu bringen, die es bitter nötig haben. Vielleicht würden wir durch die Versorgung und Bewässerung dieser Dürrenzonen sogar unser Klima positiv beinflussen. Immerhin würde Wasser dann dort auch verdunsten und wieder abregnen. Vielleicht hätten wir auf diese Weise wirklich unser Schicksal in der Hand und würden mehrere Probleme gleichzeitig lösen. Aber nein, wir warten lieber im Statuts Quo bis sich unsere Grundwasserspiegel auf wundersame Weise von selbst wieder erholen und plötzlich wieder mehr Wasser da ist. Wir liefern uns dem Warten auf Regen völlig aus und ignorieren unseren eigenen Handlungsspielraum. Wir fühlen uns so woke und hochentwickelt und denken wir wären die Speerspitze der Evolution, aber was unterscheidet uns da eigentlich von indigenden Völkern von vor 1000 Jahren, die um das Feuer getanzt sind um für Regen zu beten? Ich sehe da leider keinerlei Weiterentwicklung. Wir reden lediglich "viel schlauer" daher.

 

Der Klimawandel ist nicht wegzuleugnen. Er stellt für uns sicher auch eine reale Bedrohung dar, das ist unbestritten. Wir betrachten den Klimawandel aber immer nur aus der Perspektive dessen was wir kennen – dem Status Quo. In den grünen Erzählungen hören wir auch immer nur von Nachteilen, die meist darauf basieren was wir dadurch verlieren. Keiner spricht von Chancen, Möglichkeiten oder Veränderungen die uns Menschen zu Höchstleistungen antreiben (müssten) um in der Evolution auf die nächste Stufe zu kommen. Stattdessen, erzählen wir uns, dass dies die schlimmste Krise ist die wir als Menschheit je zu bewältigen hatten. Ich will diese Krise wirklich nicht kleinreden, denn sie ist gewaltig. Aber, was unsere Klimaforscher dabei machen ist, alle vorhergehenden Krisen wie z. b. Eiszeiten usw. gleichzeitig kleinzureden. Und damit werden auch die enormen Anpassungen die wir als Menscheit jedes mal durchlaufen haben genauso kleingeredet, ohne selbst zu verstehen, was dies für die damalige Weltbevölkerung bedeutet haben muss. Sie hatten keine sanierten Gebäude, keine Wärmepumpen, kein Gas keinen Diesel. Sie hatten Höhlen. Sie haben als Menschheit unfassbare Anpassungen durchlebt und sie haben sie gemeistert – was sage ich: meistern müssen! Das sollte uns als Motivation und als Vorbild dienen, sonst waren diese Erfolge alle umsonst. Die Frage die sich mir dabei stellt ist: war man zur damaligen Zeit auch schon so "woke", dass man Zeit damit verschwendet hatte wild zu sinnieren, oder hatte man dafür einfach keine Zeit? Hatte man vor der letzten Eiszeit versucht die Kälte aufzuhalten, oder hat man ganz automatisch versucht sich an das Leben in der Kälte anzupassen und hat es genau deshalb auch geschafft diese Epoche als Menschheit zu überleben? Von diesem Spirit sind wir Lichtjahre entfernt. Im Gegenteil, wir haben uns evolutionär sogar zurückentwickelt, denn wir lassen Erkennisse aus früheren Krisen unbeachtet weil wir uns nur für unsere eigene Krise interessieren.

 

Wenn man vom All aus auf unseren Planeten blickt und sich vor Augen führt, dass Wasser das ist was diesen Planeten ausmacht – ja sogar ihn erst ermöglicht – und wir Wasser an so vielen Stellen zum größten Problem erklären, dann sind wir scheinbar dumm genug, dass wir daran auch zu Grunde gehen sollten. Dann haben wir es scheinbar gar nicht verdient uns weiterzuentwickeln.

 

Wir sehen, Wokeness und Grüne Ideologie sind das krasse Gegenteil von Evolution. Sehenden Auges in das Ende.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0